Portrait

Der 1951 gegründete Verein gehört mit ca. 250 Mitgliedern sicherlich zu den kleineren Vereinen in Deutschland. Nichts desto trotz ist der Verein sehr zukunftsorientiert, nicht zuletzt ist dies daran zu erkennen, dass auch die neuen Technologien angenommen und mit eingebunden werden. Der Verein feierte im Jahre 2001 sein 50-jähriges Jubiläum. Hier hatte man ein interessantes Programm mit unterschiedlichen Höhepunkten im sportlichen sowie im musikalischen Bereich zusammengestellt. So hatte man die Verbandsligamannschaft des FV 08 Rottweil zu Gast. Außerdem wurde das alljährliche Teufen–Cup Turnier für Jugendmannschaften durchgeführt. Im musikalischen Bereich hatte man „Gerd Rube“ und „Die Original Wisser Buebe“ zu bieten. Leider wurde das Jubiläumsfest durch sehr schlechtes Wetter sehr behindert, so dass einige Programmpunkte gekürzt wurden oder gar ausfallen mussten. Beim Konzert der „Wisser Buebe“ am Sonntag Abend tropfte aufgrund der sehr kalten Witterung draußen das Kondenswasser von der Zeltdecke, so dass mehrere Gäste im „überschwemmten“ Zelt sogar Regenschirme aufspannten. So war natürlich auch das finanzielle Ergebnis des Jubiläumsfestes, gemessen am zeitlichen Aufwand, wenig erträglich.

In den letzten 50 Jahren wurden viele Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert, aber der Fußball war doch immer das Wichtigste und half über vieles hinweg. Auch vor 1951 wurde in Locherhof Fußball gespielt, aber damals noch als Abteilung des Turn- und Sportvereins. Vier Jahre nach der Gründung wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen. Nach wechselnden Erfolgen in den folgenden Jahren wäre dann 1964 fast der Aufstieg in die B-Klasse geschafft gewesen, aber im Entscheidungsspiel unterlag man der gegnerischen Mannschaft. 1963 wurde auch noch in vielen Arbeitsstunden ein Sportheim gebaut, dies war wieder ein neuer Abschnitt für den Verein. Im Jahre 1968 wurde der lang gehegte Wunsch Realität und man stieg ungeschlagen in die B-Klasse auf. Leider stieg man aber nach einem Jahr wieder ab. Die 70er Jahre verliefen für die erste Mannschaft dann ohne besondere Höhen und Tiefen. 1983 wurde mit einem Sportplatzneubau begonnen und 1985 abgeschlossen. Dieses Ereignis wurde gebührend gefeiert. Zu den Höhepunkten gehörten damals eine Super Disco Nacht, sowie die Auftritte der Flippers und der Original Oberkrainer unter der Leitung von Slavko Avsenik. In der Verbandsrunde 1984/85 der Kreisliga B verpasste unsere erste Mannschaft knapp die Meisterschaft. 1989, nach einundzwanzig Jahren vergeblichen Bemühens, stieg die erste Mannschaft dann in die Kreisliga A auf, aber nach einem Jahr wieder ab. In der Saison 90/91 stieg man dann als Meister in die Kreisliga A auf. Hier konnte man sich dann bis zur Saison 1995/96 halten. Hier stieg man dann leider wieder ab. Im Jahre 1996 konnten wir endlich nach langjähriger Bauzeit unser in Eigenarbeit gebautes neues Schmuckstück eröffnen: das Sportheim. Jetzt hatten wir auch akzeptable Möglichkeiten für Bewirtung unserer Gäste und bessere Umkleidemöglichkeiten für unsere Mannschaften.

In der folgenden Saison 1997/98 konnte man dann durch die Relegation wieder aufsteigen. Im nächsten Jahr folgte dann aber bereits der Abstieg. Doch auch hier konnte man im zweiten Jahr wiederum durch die Relegation gegen Türk Schramberg aufsteigen. In der Saison 2001/2002 war man dann sportlich allerdings wieder einmal abgestiegen, konnte sich jedoch durch einen Einspruch gegen eine Spielwertung noch mal retten. Nun war es dann endlich so, dass unsere eigenen Jugendspieler endlich soweit waren und den Sprung zu den Aktiven schaffen konnten. Mit der Verpflichtung des Landesliga erfahrenen Spielertrainers Cetin Kara und des Liberos Roman Rudt konnte ein weiterer großer Schritt gemacht werden. Nachdem man in die Kreisliga Saison 2003/2004 mit dem Ziel gestartet war nicht abzusteigen, sah man sich überraschend an der Tabellenspitze wieder. Nach einem spannenden Saisonfinale konnte man dann zum allerersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga aufsteigen. Dies wurde dann teilweise eine Woche lang ununterbrochen gefeiert.

Dort war man dann mit nicht allzu großen Hoffnungen in die Saison gestartet. Doch plötzlich fanden wir uns auch dort wieder an der Tabellenspitze und ärgerte die größeren und alteingesessenen Bezirksligavereine aus den Städten Schramberg, Trossingen, Wehingen, Tuttlingen, Spaichingen usw. das eine oder andere Mal. Wir konnten die Runde mit einem sensationellen 4.Platz abschließen.
Mit einem Zuschauerschnitt von ca. 170 Zuschauern (und immer zwischen 70-100 FVL-Fans bei Auswärtsspielen) zeigte sich die Euphorie die im ersten Bezirksligajahr hier herrschte. Unser kleines Schmuckkästchen am Angel erwies sich ca. 2 Jahre als uneinnehmbare Festung für die gegnerischen Vereine in Ligaspielen.
Im 2. Bezirksligajahr mussten wir nun wieder kleinere Brötchen backen. Gehandicapt u.a. durch Ausfälle unserer Leistungsträger Frank Rapp und Matthias „Matze“ Stein konnte unser kleiner Kader nicht mehr die Klasse zeigen und wir mussten am Ende der Saison absteigen. Dies war sicher absolut unnötig und hätte leicht durch etwas mehr professionelle Einstellung der Mannschaft verhindert werden können. Bereits lange bevor der Abstieg feststand, hatte man sich entschieden, dass nach 4 Jahren Kara ein neuer Chef an die Linie her musste. Den konnten wir dann in dem ehemaligen Bundesligaprofi Dirk Klinge (u.a. KSC) finden, der nun die sportlichen Geschicke des FVL leitete.
Im Sommer 2007 wurde von den Vereinen SV Mariazell und FV Locherhof beschlossen, alle Mannschaften der Gemeinde Eschbronn als Spielgemeinschaften anzumelden, d.h. sowohl die aktiven Herrenmannschaften und die gesamten Jugendmannschaften, als auch die neugegründete Damenmannschaft. Zu dieser Mannschaft hatten ebenfalls im Sommer 2007 Andrina Lägeler und Hannah Diegner die Idee, und schnell waren 20 Mitstreiterinnen gefunden. Dafür konnten Stefan Kienzle als Trainer und Marcel Kehrer als Co-Trainer gewonnen werden. Nach dem Trainerwechsel im Sommer 2009 zu Alexander Thies und Matthias Jäckle und dem Zugang von Patricia Haberstroh (FC Hardt) sowie bisheriger B-Jugendspielerinnen der SG Locherhof-Mariazell wandelte sich die Mannschaft vom ehemaligen Punktelieferanten zu einem Team, das auch Meisterschaftsfavoriten unter Druck setzen konnte.
Ebenfalls im Sommer 2009 wurde Dirk Klinge von Thomas Aichele als Trainer der aktiven Herrenmannschaften abgelöst.
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Im Moment können wir alle darauf stolz sein, was wir als kleiner Verein in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben. Und dies nicht nur durch unsere Aktiven, sondern auch durch unser in Eigenregie erbautes Sportheim, das auch weiterhin durch Vereinsmitglieder bewirtet wird. Auch durch unsere inzwischen weithin bekannten und beliebten „Teufen-Cup“-Turniere für Jugendmannschaften erwarb man sich einen guten Ruf in Fußballerkreisen. Als letztes Highlight konnten wir im August 2010 den ehemaligen Bundesliga- und Nationalspieler Bernd Hobsch mit seiner Fußballschule im Angelstadion begrüßen.
Es ist zu hoffen, dass alle Mitglieder weiterhin zur Stange halten und den FVL auch im 60. Jahr nach seiner Gründung unterstützen.